1. Vitamine
2. Hundeernährung: Futter - Öle    
             

3. Getreide und Co.

4. Nahrungsergänzung
  
                    


1. Thema Hundeernährung: Vitamine

Der Vitaminbedarf ist von verschiedenen Lebensumständen abhängig. Jungtiere, Senioren und Zuchttiere benötigen deutlich mehr.                 Auch ein Zuviel ist zu vermeiden. Wachstumsstörungen, Muskel-schwäche, Nieren- und Gefäßverkalkungen können die Folge sein.

Vitamin A         für Haut, Knochen, Sehfähigkeit und Fortpflanzung

Vitamin B1       Nerven, Muskeln, Herzfunktion, Fressunlust

Vitamin B2       Bestandteil versch. Enzyme und Coenzyme

Vitamin B3       Bestandteil v. Coenzymen beim Nährstoffwechsel

Vitamin B6       Blutbildung, Eiweißstoffwechsel

Vitamin B12     Muskeln, Sauerstofftransport, Zellwachstum, Energie

Vitamin C         Gewebe-/Zellschutz, Antioxidanz

Vitamin E         Antioxidanz, Zellschutz, Gewebeschutz

Vitamin H         Haut, Haare, Krallen

Vitamin K         Blutgerinnung, Knochenaufbau

Cholin               Nerven, Fettstoffwechsel

Folsäure           Blutbildung, Stoffwechsel, Zellteilung

Pantothensäure   Energie, Zellstoffwechsel, Haut


2. Thema Hundeernährung: Futter - Öle

Kaltgepresste Öle nehmen in der Ernährung von Hunden (und Katzen) eine immer wichtigere Rolle ein.
Kaltgepresste Öle sind reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen. Auch in der Naturheilkunde hat sich die Anwendung von Ölen, insbesondere bei Haut- und Fellproblemen, bewährt.

Nachfolgend eine kleine Auswahl an gängigen Ölsorten:

Borretschöl:
Borretschöl ist reich an Omega 6 Fettsäuren und Dihomo-Gamma-Linolensäure. Auf der Suche nach natürlichen Quellen von Linolensäure wurde unter anderem Borretschsamenöl mit einem Anteil von ca. 22 % gefunden, das sich bei Haut- trockenheit als Nahrungsergänzung gut bewährt hat. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit Borretschöl-kapseln in Zusammenhang bei Schuppenflechte gemacht. Auch bei Hunden hilft Borretschöl bei Hautproblemen.
Borretschöl gibt es in in Kapseln. Abends vor dem Schlafen gehen geben Sie Ihrem Liebling 1 Kapsel. (Für den Menschen: anfangs 2 Kapseln am Abend  - sie werden dann mit dem Magen besser vertragen, später nach
2 Wochen 1 abends.) Um einen Erfolg zu sehen, brauchen Sie etwas Geduld (4 Wochen sollten Sie sie auf jeden Fall nehmen, ich selbst
mache immer wieder 4-wöchige Kuren).


Distelöl:
Distelöl gehört zu den linolsäurereichsten Pflanzenölen. Es hat einen
äußerst hohen Vitamin E-Gehalt und wird deshalb gern als natürliche Quelle für Antioxidantien genutzt. Weniger bekannt ist, dass Ölumschläge mit Distelöl gute Dienste bei Verstauchungen und Quetschungen leisten können.


Fischöl:
Besonders Kaltwasserfische verfügen über einen hohen Anteil an
Omega 3 Fettsäuren. Nicht jeder Hund verträgt Fisch! Deshalb achten
Sie darauf, ob Ihr Hund eine Fischallergie hat. Fischöl kann man als Kapseln kaufen.


Hanföl:
Hanföl wird zwar aus den Samen des Hanfes (Cannabis sativa) gewonnen, das fertige Öl enthält jedoch keine rauschauslösende Stoffe mehr.
Sein Omega 3 Fettsäure Anteil liegt bei 20 %.
Zusätzlich zu seinem idealen Verhältnis von Linolsäure und Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) enthält Hanföl als eines der wenigen Speiseöle die ebenfalls essentielle, dreifach ungesättigte Gamma-Linolensäure. Die dunkel- grüne Farbe entsteht durch das Chlorophyll.
Der Ölgehalt der Hanfsamen liegt
bei 32%.

Kürbiskernöl:
Kürbiskernöl wird traditionell gegen Prostatabeschwerden bei männlichen Tieren verwendet. Die im Kürbiskernöl vorkommenden Phytosterine sind in der Lage, das Prostata-Wachstum zu hemmen. Ebenso wird Kürbiskernöl gegen die Reizblase bei weiblichen Tieren verabreicht.
Für 1 Liter Öl braucht man Kerne von ca. 30-50 Kürbissen. Zur Entwässerung.

Nachtkerzenöl:
Hauptanwendungsgebiet von Nachtkerzenöl sind Hautprobleme beim Hund (und Katze), was auf den hohen Gehalt an Gammalinolensäure zurückgeht. Es wird zur Stärkung des Immunsystems und bei Diabetes verwendet. Neuerdings wird es häufig bei arthritischen Beschwerden eingesetzt, da es über entzündungshemmende Eigenschaften verfügt. Gibt es auch in Kapseln.

Rapsöl:
Rapsöl hat mit 23 mg/100 g im Vergleich zu anderen Ölen einen relativ hohen Gehalt an Vitamin E. Außerdem enthält es das Vitamin A zu 3 mg/100g. Sein Gehalt an a-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) liegt bei 10%. Rapsöl hat einen besonders hohen Anteil an Ölsäure und an den essentiellen Fettsäuren Linol- und Linolensäure. Diese sollen das Immunsystem stärken, einen positiven Einfluss auf die Blutgerinnung haben und Blutfettwerte senken.

Schwarzkümmelöl:
Das geschmacksintensive Schwarzkümmelöl enthält einen hohen Anteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sowie ätherische Öle.
Durch das enthaltene ätherische Öl, sollte im Falle einer homöopathischen Behandlung zuerst Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt/Tierheilpraktiker gehalten werden.
Schwarzkümmelöl wird traditionell bei Problemen der oberen Atemwege verwendet. Es stärkt außerdem das Immunsystem und wird gern bei weiblichen Tieren in der Säugezeit verabreicht, um die Milchbildung positiv zu beeinflussen.


Sonnenblumenöl:
Sonnenblumenöl enthält erstaunlich viel Vitamin E, ca. 70 mg/100 ml, Beta-Karotin und Lecithin. Der Gehalt an Omega 6 Fettsäuren liegt bei ca. 60%. Omega 3 Fettsäuren kommen im Sonneblumenöl nicht vor.
Die Sonnenblume gehört zur Familie der Korbblütler und stammt ursprünglich aus Amerika.
Traditionell verwendet wird es besonders erfolgreich zur Pflege von Haut und Fell
und das bekannte Olivenöl.

Kleine Übersicht:


Bei entzündlichen Erkrankungen:

Olivenöl (Knochen), Borretschöl, Weizenkeimöl (Schmerzen)

Niere, Blase, Harnwege: Kürbiskernöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl

Immunsystem und Allergien: Schwarzkümmelöl, Borretschöl, Nacht-                                                        kerzenöl, Hanföl

Entgiftung: Sonnenblumenöl, Kürbiskernöl

Darmflora: Leinöl, Schwarzkümmelöl

Haut: Schwarzkümmelöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl, Hanföl

Atemwege: Olivenöl, Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl

Vitalisierung: Schwarzkümmelöl

Zähne, Zahnfleisch: Sonnenblumenöl

Entwässerung: Kürbiskernöl

Leber: Olivenöl, Hanföl, Nachtkerzenöl, Borretschöl

Menge: mit kleinerer Menge anfangen, 1 Teelöffel testen und auf 1 Eßlöffel erhöhen



3. Thema Hundeernährung: Getreide und Co.

Um eine einseitige Ernährung zu vermeiden, sollte man ab und zu auch auf ein paar andere Getreide zurückgreifen, die unter das Fleisch gemischt werden. Also nicht nur Nudeln oder Reis.

Hier ein paar Arten:

Amaranth gehört zur botanischen Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die eiweißreichen Samen werden in der Küche wie Getreide verwendet.

Buchweizen ist eng mit Rhabarber und Sauerampfer, aber nicht mit Weizen verwandt. Buchweizen enthält keine Gluten und ist deshalb für Allergiker geeignet. Außerdem hat er keinen Kleber und kann deshalb nur gemischt mit Weizen und Roggen zu Brot gebacken werden. Er enthält außer Mineralien eine bedeutende Menge an B-Vitaminen und Aminosäuren.

Couscous ist eigentlich ein Nationalgericht aus Nordafrika. Es wird aus Weizen, Gerste, Hirse, zum überwiegenden Teil aber aus Hartweizen hergestellt.

Dinkel ist eine Weizenart. Aus botanischer Sicht gehört er zu den Gräsern. Enthält B-Vitamine und Vitamin E. Gibt es großblättrig und kleinblättrig zu kaufen. Flocken vorher ca. 15 Min. einweichen.

Mein Tip: Kleinblättrig brauchen die Dinkelflocken weniger Einweichzeit.

Auch die Gerste gehört zu den Gräsern. Die Gerste ist eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Gerste muss vor dem Verzehr geschliffen und poliert werden. Es entstehen rundliche Körner, die Graupen. Gerstengraupen werden auch als Suppeneinlage verwendet.

Hafer wird hauptsächlich als Viehfutter verwendet, aber auch z.B. als Haferflocken. Sie können eingeweicht unter das Futter gemischt oder wenn Sie selber Hundekekse backen in den Teig untergehoben werden.

Hirse ist ein Sammelbegriff für Getreidearten, die vorwiegend in subtropischen und tropischen Gebieten angebaut werden. Schon im Mittelalter ernährte man sich von Hirsebrei als Grundnahrungsmittel.  Hirse enthält keine Gluten und ist für Allergiker gut geeignet.

Kamut ist eine Weizenart. Kamut ist ein Vorfahre des heutigen Hartweizens und stammt wahrscheinlich aus Ägypten.

Quinoa gehört zur botanischen Familie der Gänsefußgewächse. Das Ursrungsland der Quinoapflanze ist Peru. Die Quinoapflanze hat weitaus höhere Nährstoffwerte als Getreide.

Die üblichen bekannten: Roggen, Weizen

4. Ernährung: Nahrungsergänzung

Als Nahrungszusätze können Sie z.B. folgende Dinge unter das Futter mischen:

- Spirulina (Alge): ich nehme 1 Tablette und zerdrücke sie.

  Allerdings gebe ich sie nicht regelmäßig, sondern wechsle ab.

- Kräuter frisch

- Aloe Vera-Saft

- Kräutermixe (Colliekräuter oder Hokamix)

- feine Tonerde: durch ihre mikroskopisch kleinen Staubteilchen bildet

  die Tonerde eine große Oberfläche mit der Fähigkeit im Darm Gifte und 

  pathogene Keime zu absorbieren und Gär- und Fäulnisstoffe binden.

  Auch zur Sanierung des Darmes nach Antibiotikabehandlungen. Sie

  bindet im Magen überschüssige Säure und lindert saures Aufstoßen und

  Magenbeschwerden. Darüber hinaus werden die im Pulver enthaltenen

  Mineralien abgegeben und von Organismus aufgenommen.

  Unterstützt Wachstum von Haut, Fell und Nägeln (z.B. von Lunderland)

- Biotin (auch beim Tierarzt erhältlich speziell für Hunde und  Katzen)          - hilft bei Problemen mit Haut, Fell und Nägel

- Kieselerde - auch bei Haut-, Fell- und Nagelproblemen

- Hagebuttenpulver (Lunderland) - zur Stärkung des Immunsystems

- Knoblauchgranulat in sehr geringer Menge - gegen Zecken

Ei (Hühnerei, Wachtelei), Leinsamen, Hüttenkäse (Vorsicht: unterschied- lich salzhaltig!), Joghurt, Quark, Fischölkapseln (wenn keine Allergie gegen Fisch vorliegt) usw.

Gemüseflocken von Lunderland:

Meine Hunde vertragen die Flocken nicht, wenn sie grob sind. Trotz langem Einweichen in lauwaren Wasser.

Mein Tip: Stecken Sie die Flocken in den Mixer und pürrieren Sie sie vorher in getrocknetem Zustand. Dann haben Sie 2 Vorteile:                       1. Als Pulver ist die Einweichzeit jetzt wesentlich kürzer                               2. Die Flocken werden viel verträglicher und sind besser zu mischen.

Ich habe die Flockenmischung: Rote Beete, Mohrrüben, Erbsen, Lauch, Knoblauch, Luzernepellets. Wenn Sie diese Flockenmischung auch haben, achten Sie darauf, dass Sie evtl. die Luzernepellets vorher herausfischen, sie lassen sich schwer zerkleinern und machen unnötig Krach in der Maschine. Und bitte beachten: bei älteren Hunden kommt es vor, dass plötzlich kein Gemüse mehr vertragen wird. (Dies ist mir bei Disha passiert.)